Queer Filmfestival 2017

Es ist wieder soweit: Im Herzen unserer Stadt findet zum siebten Mal das queere Kinohighlight in unserer Region statt – gemeinsam mit dem Cincitta‘ Multiplexkino und dem Casablanca Film­kunsttheater präsentiert unser gemeinnütziger Kulturverein das Queer Filmfestival 2017. Am verlängerten Wochenende vom 8. bis 12. Juli gibt es dieses Jahr 9 hochkarätige Filme zu sehen.

Zur Eröffnung wird ein Sektempfang mit Bürgermeister Christian Vogel stattfinden, der den Schirmherren des Festivals, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, vertreten und ein Grußwort im Namen der Stadt Nürnberg überbringen wird.

Auch dieses Jahr haben wir wieder ganz besondere Filme für das Festival ausgesucht. Viele davon waren bisher nicht in Nürnberg zu sehen, bei einigen handelt es sich um exklusive Vorpremieren vor dem offiziellen Kinostart. Das gilt etwa für EIN WEG aus dem Programm der diesjährigen Berlinale, der am Donnerstag das Festival eröffnet und zu dem wir Mitglieder der Filmcrew zum Filmgespräch begrüßen können. Am Freitag werden Monja Art und Caroline Bobek die Vorführung ihres Films SIEBZEHN begleiten, der auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2017 als bester Film ausgezeichnet wurde. Erst im Herbst wird DER ORNITHOLOGE im regulären Kinoprogramm zu sehen sein, und auch die preisgekrönten Filme ESTEROS, SPA NIGHT und CLOSET MONSTER laufen erstmals in der Noris.

Unser herzlicher Dank gilt unseren Partnern, unserem Schirmherren Dr. Ulrich Maly, unseren Anzeigenkunden und allen anderen, die uns bei der Organisation dieses Queer Filmfestivals geholfen haben: Ohne sie wäre ein solches Kinowochenende nicht möglich.

Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung und interessante Eindrücke auf dem Queer Filmfestival und freuen uns auf Ihren Besuch!

Preise und Kartenreservierung

Ticketpreis: Einheitlich 8 € pro Vorstellung.
Die Tickets werden direkt vom jeweiligen Kino verkauft

Bei Vorstellungen im Cinecitta':
Ermäßigungen: Beim Kauf von Tickets für 2 Filme an einem Tag 1 € pro Film, bei Zahlung mit Paycard 1 € für bis zu 2 Tickets pro Tag.
Reservierung: Im Cinecitta‘, unter 0911 206666
und unter www.cinecitta.de.

Bei Vorstellungen im Casablanca:
Ermäßigter Eintritt: 5,50 € für Mitglieder des Vereins Casa e.V., Inhaber des Nürnberg-Passes, Schwerbehinderte, Schüler und Studenten.
Reservierung: Im Casablanca, unter 0911 454824
und unter www.casablanca-nuernberg.de.
 

Das Filmprogramm

Ein Weg

Donnerstag, 08. Juni • 20:00 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

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* Nürnbergpremiere

Deutschland 2017 · 107 Minuten · FSK n/a
Deutsche Originalfassung

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REGIE: Chris Miera · BUCH: Philipp Österle & Chris Miera
MIT Mike Hoffmann, Mathis Reinhardt, Tom Böttcher u. a.

Ein Kuss am Meer, ein Versprechen fürs Leben. Wer fährt schon gern im Herbst an die Ostsee? Außer Martin und Andreas niemand. Jedes Jahr kommen sie wieder, und jedes Jahr ist ihr Sohn Max ein Stückchen größer, sind die eigenen Gesichter etwas reifer geworden. Dieses Mal ist Martin unzufrieden. Das Wetter ist ungemütlich, er wäre lieber zuhause geblieben. In ihrem Ferienhaus ist die Stimmung von den unterschiedlichen Erwartungen an die gemeinsamen Urlaubstage gestört. Was ist ihnen geblieben, nach all den Jahren? Viele Filme über Beziehungen enden an dem Punkt, an dem sich das Paar glücklich gefunden hat. Für Regisseur Chris Miera beginnen erst in diesem Moment die Geschichten, die ihn interessieren: Welche Kraft bewirkt, dass zwei Menschen ihr Leben für lange Zeit miteinander teilen?

Highlight:
19:30 Uhr: Sektempfang zur Eröffnung des Queer Filmfestivals
Vorführung mit Tonmeister Philipp Schwabe

Text- und Bildquelle: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Esteros

Freitag, 09. Juni • 18:00 Uhr

Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstraße 12, 90459 Nürnberg)

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* Nürnbergpremiere

Argentinien/Brasilien/Frankreich 2016 · 77 Minuten · FSK 0
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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REGIE: Papu Curotto · BUCH: Andi Nachon
MIT Ignacio Rogers, Esteban Masturini, Renata Calmon u. a.

Nach 10 Jahren in Brasilien besucht Matías seine argentinische Heimat. Besser als mit seiner Freundin versteht er sich dort jedoch mit seinem Kindheitsfreund Jeronimo, der als Künstler offen schwul lebt. Gemeinsam fahren die beiden Männer für einige Tage in die Esteros del Iberá, wo sie sich schon damals näher kamen, aber nicht zu ihren Gefühlen stehen konnten. ESTEROS entwickelt sich gelassen und stimmig auf zwei Zeitebenen, umgeht Klischees und einfache Lösungen und fühlt sich dadurch äußerst reif an. Man mag kaum glauben, dass dieses gelungene romantische Drama der erste Langfilm von Papu Curotto ist.

„Auf zwei Zeitebenen umkreist der Film die Was-wäre-wenn-Frage. Vor einer bildschön gefilmten Landschaft erzählt er von zu früh entdeckter Liebe und einem späten Happyend." - kweens.de

„Ein ausgesprochen schön fotografierter Film, der die eindrucksvollen Landschaften genauso kinotauglich einfängt wie die Schönheit seiner Protagonisten. Eine wunderbar zarte Geschichte zwischen Liebe und Freundschaft." - Fresh

Los Angeles OUTFEST 2016: International Centerpiece

Text- und Bildquelle: PRO-FUN MEDIA GmbH

Siebzehn

Freitag, 09. Juni • 20:00 Uhr

Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstraße 12, 90459 Nürnberg)

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* Max Ophüls Preis 2017:
Bester Film und beste Schauspielerin

Österreich 2017 · 104 Minuten · FSK 12
Deutsche Originalfassung

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REGIE & BUCH: Monja Art
MIT Elisabeth Wabitsch, Anaelle Dézsy, Alexandra Schmidt u. a.

Die letzten Wochen vor den Sommerferien, irgendwo in Niederösterreich. Die 17-jährige Internatsschülerin Paula ist heimlich in ihre Freun- din Charlotte verliebt. Doch die ist mit Michael zusammen. Um sich von ihrem Liebeskummer abzulenken, lässt sich Paula auf ihren Schulfreund Tim ein, der selbst echte Gefühle für sie hat. Sie ahnt nicht, wie oft auch Charlotte in Wahrheit an sie denkt. Und dann kommt auch noch Lilli ins Spiel, die sich danach sehnt, begehrt zu werden, und als wilde Verführerin auftritt. Paula muss sich entscheiden, ob sie ihren eigenen Gefühlen folgt oder denen der anderen.

Regie-Debütantin Monja Art zeigt das Teenagersein in der Provinz als Achterbahnfahrt der Gefühle. Paula und ihre Freundinnen sind wie alle ganz normalen Teenager: wunderbare und obergescheite tickende Zeitbomben, die bald erwachsen und dann möglicherweise auch vernünftig sein werden.

Highlight:
Filmgespräch mit Regisseurin Monja Art und Kamerafrau Caroline Bobek

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

The Book of Gabrielle

Samstag, 10. Juni • 17:00 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

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* Nürnbergpremiere

Großbritannien 2016 · 80 Minuten · FSK 12
Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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REGIE & BUCH: Lisa Gornick
MIT Allan Corduner, Anna Koval, Ruth Lass u. a.

Die lesbische Gabrielle arbeitet an einem erotisch illustrierten Handbuch zum Thema Sex, mit dem verfänglichen Titel „How To Do It“. Während einer Autogrammstunde in einer Buchhandlung lernt sie den Buchautoren Saul kennen, dessen Werke sie schon seit ihrer Kindheit liebt und gleichzeitig hasst. In Gesprächen über ihr Buch erzählt Gabrielle Saul immer mehr Details aus ihrem Privatleben und sexuellen Erfahrungen, unter anderem über ihre nicht unkomplizierte Beziehung zu der jüngeren Olivia oder ihrem Wunsch, ‚penisfrei‘ zu leben. Saul hilft Gabrielle zwar dabei, ihr Buch fertig zu stellen, aber es kommen auch jede Menge neue Probleme auf sie zu: Was führt Saul im Schilde? Wohin steuert ihre Amour Fou mit Olivia?

"Porträt einer starken, talentierten Frau, die es liebt, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, das zeigt: man muss nicht jung sein, um Erotik und Leidenschaft neu für sich zu entdecken." - MISSY Magazine

"Die lesbische Antwort auf Woody Allen... ein amüsanter Film über das Erzählen von Geschichten - in Worten, in Bildern, in Fantasien." - Siegessäule

Text- und Bildquelle: PRO-FUN MEDIA GmbH

King Cobra

Samstag, 10. Juni • 19:30 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

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USA 2016 · 91 Minuten · FSK 18
Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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REGIE & BUCH: Justin Kelly
MIT James Franco, Garrett Clayton, Christian Slater u. a.

Sean ist 17, sieht unwiderstehlich aus und träumt vom großen Ruhm. Als er online den Schwulenporno-Produzenten Stephen kennenlernt, nutzt er seine Chance. Erst lässt er vor der Kamera die Hosen runter, dann werden die Filmchen immer expliziter. In nur wenigen Monaten steigt Sean unter dem Namen „Brent Corrigan“ zum neuen Star von Cobra Video auf. Doch der Erfolg ruft rasch Neider auf den Plan: Die Viper Boyz Joe und Harlo, zwei Escorts und Möchtegern-Produzenten, wollen mit Brent ein „Millionen-Dollar-Video“ drehen. Als Stephen seinen Star nicht einfach so gehen lassen will, greifen die Viper Boyz zu drastischen Mitteln...

KING COBRA basiert auf der wahren Geschichte des heute 30-jährigen Sean Paul Lockhardt, a.k.a. Brent Corrigan, dem ersten schwulen Porno-Megastar des Online-Zeitalters: eine Geschichte, die geprägt ist von der sexuell höchst ambivalenten Beziehung eines Teenagers zu einem zwielichtigen Produzenten, den knallharten Interessen des Porno-Geschäfts und grenzenloser Gier, die in einem brutalen Blutbad endet. Eigentlich ist das Geschichte, die viel zu anrüchig ist für Hollywood. Regisseur Justin Kelly gelingt mit seiner famosen Besetzung eine kühne Mischung aus queerem Biopic, trashigem Erotikthriller und entlarvender Porno-Satire.

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Spa Night

Samstag, 10. Juni • 21:30 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

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USA 2016 · 97 Minuten · FSK 12
Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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REGIE & BUCH: Andrew Ahn
MIT Joe Seo, Haerry Kim, Youn Ho Cho u. a.

Die traditionellen koreanischen Badehäuser von Los Angeles bilden die ungewöhnliche Kulisse für die Geschichte Davids, eines jungen Mannes, der auf der Suche ist in der nächtlichen Welt Koreatowns, zwischen Neon-beleuchteten Restaurants und schrillen Karaoke-Bars und jenen verlockend heimlichen Angeboten, die so manches Dampfbad mit sich bringt. Viele dieser Spas sind Tag und Nacht geöffnet, und versteckt im Ruheraum oder in einer verdunkelten Ecke treffen sich Blicke und Berührungen, die nach mehr suchen als einem Ort der Körperpflege. Als David mit ein paar gleichaltrigen College-Kumpels um die Häuser zieht und sie ihren massiven Rausch wegsaunieren möchten, passiert es: Davids Blick bleibt zu lange am muskulösen Oberschenkel seines Hetero-Freundes hängen. Wohin mit der aufkeimenden Lust? Er beschließt, in einem All-Male-Spa anzuheuern...

"Steamy!" - Variety

Los Angeles OUTFEST 2016: Großer Preis der Jury
Toronto Inside Out Queer Filmfestival 2016: Bestes Erstlingswerk

Text- und Bildquelle: PRO-FUN MEDIA GmbH

Der Ornithologe

Sonntag, 11. Juni • 18:00 Uhr

Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstraße 12, 90459 Nürnberg)

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* Exklusive Vorpremiere

Portugal/Frankreich/Brasilien 2016 · 118 Minuten · FSK 12
Portugiesische Originalfassung mit englischen Untertiteln

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REGIE & BUCH: João Pedro Rodrigues
MIT Paul Hamy, Xelo Cagiao, João Pedro Rodrigues u. a.

Der Ornithologe Fernando fährt in seinem Kayak einen ruhigen Fluss im Norden Portugals hinunter auf der Suche nach Schwarzstörchen, als er plötzlich von Stromschnellen mitgerissen wird. Er kentert und wird mitten in der Wildnis von zwei Chinesinnen gerettet, die auf einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela sind. Als er schläft, wird er von den Frauen bis auf die Unterhose ausgezogen – und gefesselt. Er versucht, sich zu befreien, genießt seinen gefesselten Zustand aber auch. Es bleibt nicht die einzige ungewöhnliche Begegnung des Vogelkundlers. Nachdem er fliehen konnte, wird er Zeuge eines merkwürdigen Rituals und sieht in der Nacht halbdämonische Kreaturen, die Mirandés sprechen, eine regionale Sprache. Am nächsten Tag trifft Fernando den Hirten Jesus: Zwischen den beiden Männern entsteht eine Romanze, die tödlich endet. Der Parcours bizarrer Prüfungen führt Schritt für Schritt zu einer völligen Verwandlung von Fernando: Er wird zu einem neuen Menschen und schließlich ganz und gar geläutert.

„DER ORNITHOLOGE ist ein geniales mystisches Puzzle, voller Twists und Überraschungen, verstörend und inspirierend zugleich.“ - Filmfest Hamburg

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Closet Monster

Sonntag, 11. Juni • 20:00 Uhr

Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstraße 12, 90459 Nürnberg)

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* Nürnbergpremiere

Kanda 2015 · 90 Minuten · FSK 12
Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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REGIE & BUCH: Stephen Dunn
MIT Connor Jessup, Aaron Abrams, Isabella Rossellini u. a.

Oscar ist jung, kreativ, verliebt in seine von Fantasy Filmen geprägte Kunst und hat ein riesiges Problem: er lebt im tiefsten Provinzloch Neufundlands allein mit seinem kauzigen Vater. Ab und an schminkt er seine beste Freundin Gemma und versucht, ein traumatisches Erlebnis aus seiner Kindheit zu bewältigen, das ihn stets daran erinnert, dass es in dieser Stadt gefährlich sein kann, offen schwul zu leben. Nebenbei jobbt der sensible Teenager in einem Baumarkt, wo er den rebellischen und verwegen attraktiven Wilder kennenlernt, der lieber Joints raucht, als Schrauben zu sortieren.

Der weltweit mit Preisen überhäufte Film CLOSET MONSTER erzählt liebevoll und spannend von Oscars Coming-out, das von einem atemberaubend coolen Soundtrack begleitet wird und dabei stets die Grenze zwischen Fantasie und Realität verschwimmen lässt.

„Dunns Geschichte strotzt vor Leben, erzählt in einer fantastisch-vielschichtigen Bildersprache... und Connor Jessups kraftvolle, einfühlsame Vorstellung ist das Sahnehäubchen." - Los Angeles Times

40. Toronto Internationales Filmfestival: Bester kanadischer Film

Text- und Bildquelle: PRO-FUN MEDIA GmbH

Mein wunderbares West-Berlin

Montag, 12. Juni • 20:30 Uhr

Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstraße 12, 90459 Nürnberg)

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* Vorpremiere in der Queer-Filmnacht

Deutschland 2017 · 95 Minuten · FSK 16
Deutsche Originalfassung

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REGIE & BUCH: Jochen Hick

Berlin ist heute die queere Hauptstadt Europas und Fluchtpunkt für nicht-heterosexuelle Menschen aus aller Welt: offen, vielfältig und ziemlich partytauglich. Die Ursprünge dieses Freiheitsgefühls liegen ausgerechnet in der ehemaligen Mauerstadt West-Berlin. Fast alles, was wir heute als queere Berliner Institutionen kennen – vom Schwulen Museum über die Siegessäule, das SchwuZ und den Teddy Award bis hin zu den Aids-Hilfen – wurde bereits in West-Berlin auf den Weg gebracht.

MEIN WUNDERBARES WEST-BERLIN ist eine faszinierende schwule Zeitreise: in die 50er und 60er, in denen die West-Berliner zwar noch massiv unter dem verschärften § 175 zu leiden hatten, sich aber dennoch bereits eine lebendige Subkultur mit Szene-Bars und Klubs aufbauen konnten; in die 70er, die Zeit der bahnbrechenden Emanzipationsbewegungen und gesellschaftlichen Umbrüche; und in die 80er, die geprägt waren von der Ausdifferenzierung queerer Lebensentwürfe, aber auch den verheerenden Folgen von Aids, die Berlin trafen wie keine andere deutsche Stadt. So entsteht ein faszinierendes Panorama des schwulen West-Berlins – und von dessen gesellschaftlichen Folgen für heute.

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

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Wieso das ganze? Der Hintergrund

Fast 150 Millionen Mal waren die Deutschen 2009 im Kino - fast 20 Millionen Mal öfter als noch ein Jahr zuvor. Die Nürnberger Kinos allein wurden über 2 Millionen mal besucht: Die Faszination des Mediums Films ist ungebrochen, und sein gemeinsames Erleben im Kino noch immer eine Attraktion. Filme erzählen nicht nur Geschichten, sie transportieren Emotionen; sie können unterhalten und informieren, aber auch verstören, zum Nachdenken anregen oder provozieren.

Queeres Leben – queere Filme • Die letzten 20 Jahre waren geprägt von der zunehmenden Sichtbarkeit queerer Lebensentwürfe im Alltag. Dank der zunehmenden rechtlichen Gleichstellung kann queeres Leben heute in großen Teilen Europas und Amerikas so ungezwungen und frei gelebt werden wie nie zuvor. Enstprechend ist auch die Produktion hochwertiger Filmen, die sich mit queerem Leben beschäftigen, in den vergangenen beiden Jahrzehnten auf allen Kontinenten stetig gewachsen. Diese Filme spiegeln als Teil des kulturellen Gedächtnisses unserer Gesellschaft die Herausforderungen und Erfahrungen queerer Lebenswege in all ihren Facetten.

Queere Filme – queere Kinos? • Trotzdem schaffen es nur die wenigsten dieser Produktionen ins reguläre Kino-Programm. In vielen Städten finden jährlich Filmfestivals unterschiedlicher Größenordnung statt. Nürnberg, eine der kinofreudigsten Städte Deutschlands, war davon bisher ausgenommen.

Queeres Kino – queere Kultur • Dabei ist Kino mehr als "nur" Filme schauen. Kino ist ein Erlebnis, eine Attraktion. Queeres Kino präsentiert queeres Leben, kann zum Forum des Austauschs werden: Für die, die die Erfahrungen queeren Lebens selbst gemacht haben und machen; und für jene, die sich einfach nur für diese andere Lebenswelt interessieren.



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