Queer Filmfestival 2018

Zum achten Mal findet dieses Jahr unser Queer Filmfestival in Nürnberg statt: abwechslungsreicher und spannender als je zuvor! Gemeinsam mit dem Cinecitta' Multiplexkino und dem Casablanca Filmkunsttheater präsentiert unser gemeinnütziger Kulturverein am verlängerten Wochenende vom 7. bis 11. Juni nicht nur 8 hochkarätige Filme im Herzen unserer Stadt – erstmals haben wir auch eine Sneak Preview mit Überraschungsfilm sowie eine Live-Lesung im Programm.

Zur Eröffnung wird ein Sektempfang mit Bürgermeister Christian Vogel stattfinden, der den Schirmherrn des Festivals, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, vertreten und das Grußwort der Stadt Nürnberg überbringen wird.

Das Programm kommt wieder frisch von den großen Filmfestivals: Wir zeigen LAS HEREDERAS, der auf der diesjährigen Berlinale zwei Silberne Bären erhalten hat; TINTA BRUTA, den diesjährigen Gewinner des TEDDY AWARDS; LANDRAUSCHEN, der mit dem Max Ophüls Preis 2018 für den Besten Film und dem Fritz-Raff-Drehbuchpreis ausgezeichnet wurde. Unser SNEAK PREVIEW Überraschungsfilm, PUSHING DEAD, MATER und MARVIN waren alle noch nicht in Nürnberg zu sehen, ebensowenig wie die Dokumentationen THE PROUD STUDY und PREP 17, zu denen außerdem ein Expertengespräch stattfindet. Und damit nicht genug: Am Samstagabend kommt Axel Ranisch ins Casablanca – und liest live aus seinem Debütroman NACKT ÜBER BERLIN.

Unser herzlicher Dank gilt unseren Partnern, unserem Schirmherren Dr. Ulrich Maly, unseren Anzeigenkunden und allen anderen, die uns bei der Organisation dieses Queer Filmfestivals geholfen haben: Ohne sie wäre ein solches Kinowochenende nicht möglich.

Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung und interessante Eindrücke auf dem Queer Filmfestival und freuen uns auf Ihren Besuch!

Preise und Kartenreservierung

Ticketpreis: Einheitlich 8 € pro Vorstellung.
Die Tickets werden direkt vom jeweiligen Kino verkauft

Bei Vorstellungen im Cinecitta':
Ermäßigungen: Beim Kauf von Tickets für 2 Filme an einem Tag 1 € pro Film, bei Zahlung mit Paycard 1 € für bis zu 2 Tickets pro Tag.
Reservierung: Im Cinecitta‘, unter 0911 206666
und unter www.cinecitta.de.

Bei Vorstellungen im Casablanca:
Ermäßigter Eintritt: 5,50 € für Mitglieder des Vereins Casa e.V., Inhaber des Nürnberg-Passes, Schwerbehinderte, Schüler und Studenten.
Reservierung: Im Casablanca, unter 0911 454824
und unter www.casablanca-nuernberg.de.
 

Das Filmprogramm

Las Hererderas

Donnerstag, 07. Juni • 20:00 Uhr

Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstraße 12, 90459 Nürnberg)

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* Exklusive Vorpremiere
Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis auf der 68. Berlinale 2018

PAR/UR/D/BRA/N/F 2018 · 95 Minuten · FSK n/a
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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REGIE & BUCH: Marcelo Martinessi
MIT Ana Brun, Margarita Irún, Ana Ivanova u. a.

Chela und Chiquita sind schon lange ein Paar. Die extrovertierte Chiquita regelt das gemeinsame Leben. Chela hingegen verlässt eher ungern das Haus, lieber verbringt sie den Tag hinter ihrer Staffelei. Finanzielle Schwierigkeiten zwingen sie dazu, Teile ihres geerbten und geliebten Mobiliars – allesamt Erinnerungsstücke – zu verkaufen. Als Chiquita wegen Überschuldung ins Gefängnis kommt, ist Chela plötzlich auf sich allein gestellt. Mit ihrem alten Daimler bietet sie einen Taxi-Service für wohlhabende ältere Damen aus der Nachbarschaft an. Beim Chauffieren lernt sie auch eine von deren Töchtern kennen, die junge, lebensfrohe Angy. Diese Begegnung lockt die eher passiv auftretende Chela aus der Reserve und lässt sie ihre eigenen Sehnsüchte neu entdecken.

Highlight:
Eröffnung des Queer Filmfestivals: Sektempfang mit Bürgermeister Christian Vogel (Beginn 19:30 Uhr)

Text- und Bildquelle: Luxbox

Tinta Bruta

Freitag, 08. Juni • 17:00 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

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* Exklusive Vorpremiere
TEDDY AWARD 2018: Bester Spielfilm

Brasilien 2018 · 118 Minuten · FSK n/a
Portugiesische Originalfassung mit englischen Untertiteln

REGIE & BUCH: Filipe Matzembacher, Marcio Reolon
MIT Shico Menegat, Bruno Fernandes, Guega Peixoto u. a.

Pedro verdient sein Geld in Chatrooms. Die Bildauflösung mag nicht perfekt sein, doch wenn er sich vor der Webcam in NeonBoy verwandelt, erzielt das den gewünschten Effekt. Langsam lässt der junge Mann seine Finger erst in verschiedene Farbtöpfe und danach über seinen nackten Körper wandern. Im Dunkeln beginnt NeonBoy zu leuchten, folgt den Aufforderungen der User und trifft sich schließlich für Geld mit einem von ihnen im privaten Chat. Als Pedros Schwester Luiza aus der gemeinsamen Wohnung auszieht und er bemerkt, dass jemand seine Shows imitiert, beginnen die Dinge sich zu verändern. Er verabredet sich mit dem Unbekannten zu einem Date, das weitreichende Folgen hat.

Wir befinden uns in Porto Alegre in Südbrasilien und beobachten junge, queere Menschen auf der Suche nach Nähe, Gemeinschaft und Geborgenheit. Die elegant eingewobenen virtuellen Bilder führen, wie auch die Geschichten der Figuren, indirekt aus dieser Welt heraus – dennoch bleiben wir immer vor Ort, in einer zunehmend homophoben brasilianischen Gesellschaft, deren Außenseitern hier mit großer Zärtlichkeit und viel Sensibilität ein Porträt in drei Akten gewidmet wird.

Text- und Bildquelle: m-appeal world sales UG

Sneak Preview

Freitag, 08. Juni • 20:00 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

* Exklusive Vorpremiere

USA 2017 · 109 Minuten · FSK 0
Deutsche Synchronfassung

Zum ersten Mal gibt es dieses Jahr eine Sneak Preview zum Queer Filmfestival! Wir dürfen nichts verraten – sonst wär‘s ja aber auch keine Sneak mehr. Nur soviel: Wir sind sicher, diese brandneue schwule Dramedy hätten Sie in ein paar Wochen sowieso besucht.

Wenn Sie also Lust haben auf einen top-aktuellen, witzigen Film mit Herz zum Festivalpreis und dieses Mal vor allen anderen dran sein wollen, dann kommen Sie am Freitagabend zur Primetime in unsere Queer Sneak Preview. Lassen Sie sich überraschen!

Text- und Bildquelle:

Rift

Freitag, 08. Juni • 22:00 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

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* Nürnbergpremiere

Island 2017 · 111 Minuten · FSK n/a (Einlass ab 16)
Isländisches Original mit englischen Untertiteln

REGIE & BUCH: Erlingur Thoroddsen
MIT Björn Stefánsson, Sigurður Þór Óskarsson u. a.

* Nürnbergpremiere Monate nachdem sie ihre Beziehung beendet haben, erhält Gunnar einen seltsamen Anruf von seinem Exfreund Einar. Einar klingt verzweifelt – und Gunnar bekommt Angst, er könne sich etwas antun. Also fährt er zu der einsamen Waldhütte, in der Einar sich verschanzt hat. In der Hütte am Fuße eines Gletschers beginnen sie, ihre gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten. Doch auch ein Fremder schleicht um die Hütte herum und versucht, sich Zugang zu verschaffen.

„Ein atmosphärischer Thriller ... die Bildsprache ist beeindruckend“ - The Hollywood Reporter
„Eine genre-sprengende Reise ... ein Must-see“ - Bloody Disgusting
„Brillant und innovativ ... ein fesselndes und gut gemachtes Horror-Drama“ - Gay Essential

Los Angeles OUTFEST 2017: Award for Artistic Achievement
California Independent Film Festival: Best Cinematography

Text- und Bildquelle: Blue Fox Entertainment

Landrauschen

Samstag, 09. Juni • 17:30 Uhr

Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstraße 12, 90459 Nürnberg)

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* Max Ophüls Preis 2018:
Bester Film und Fritz-Raff-Drehbuchpreis

Deutschland 2018 · 101 Minuten · FSK 12
Deutsche Originalfassung

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REGIE & BUCH: Lisa Miller
MIT Kathi Wolf, Nadine Sauter, Heidi Walcher u. a.

* Max Ophüls Preis 2018: Bester Film und Fritz-Raff-Drehbuchpreis Nach Jahren des wilden Lebens, Ende 20, zwei Hochschulabschlüssen aber keinem Geld und erfüllendem Job, befindet sich Toni in einer Sinnkrise. Eine Erbschaftsangelegenheit dient als willkommener Grund ihr kosmopolitisches Leben hinter sich zu lassen und wieder in ihr Heimatdorf zu fliehen, dessen Enge sie ursprünglich hinter sich lassen wollte. Doch dieser Neuanfang geht gründlich schief. Als Praktikantin für den Heimatteil einer Lokalzeitung fühlt sie sich weit unter Wert verkauft und zu Hause nehmen ihr die übergriffigen Eltern jede Luft zu atmen.

Zum Glück trifft sie auf die lebenslustige Rosa. Mit ihr sieht die Welt der Heimat auf einmal anders aus. Bei wilden Mopedfahrten und nächtlichen Streifzügen fühlt sich Toni wieder lebendig. Doch die Beziehung wird immer explosiver, je mehr Rosa sich zu der schönen Toni hingezogen fühlt, die sich nur um sich selbst zu drehen scheint. Der Film umreißt die Identitätsfindung zweier Frauen in einem Dorf, das sich selbst mit einer immer komplexer werdenden Welt konfrontiert sieht.

Highlight:
Die Filmemacherin Lisa Miller ist für ein Publikumsgespräch zur Vorführung angefragt.

Text- und Bildquelle: Miller&Müller Film GbR

Axel Ranisch liest: "Nackt über Berlin"

Samstag, 09. Juni • 20:00 Uhr

Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstraße 12, 90459 Nürnberg)

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* Lesung

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Jannik und Tai, von ihren Mitschülern liebevoll Fetti und Fidschi genannt, sind zwei ganz normale Sechzehnjährige. Bis sie eines Tages ihren Rektor sturzbetrunken auf der Straße auflesen und in seiner eigenen Wohnung einsperren. Aus dem Scherz wird schnell eine handfeste Entführung. Tai genießt es, „Gott“ zu spielen und zwingt den Lehrer zu einem Seelenstriptease. Ein Höllentrip für Jannik, der schnell bemerkt, dass Tai seine zarte Verliebtheit nur ausnutzt. Er muss handeln...

Axel Ranisch wurde mit Filmen wie „Dicke Mädchen“, „Ich fühl mich Disco“ und „Alki Alki“ bekannt; Filmen, die auf die Improvisationskunst der Schauspieler setzen. Furore machte er mit seinen beiden Tatort-Krimis: „Babbeldasch“, der wegen der Dialekt sprechenden Laiendarsteller in die Schlagzeilen kam, und der Gruslkrimi „Waldlust“. Jetzt hat er außerdem seinen ersten Roman geschrieben: „Nackt über Berlin“ – eine liebevolle und schräge Coming-of-Age-Geschichte, lustig und voller Überraschung erzählt, für die er den Debütpreis des Festivals Lit.Cologne bekam.

„Das Buch ist der Killer“ - Robert Gwisdeck
„Dieser Roman bin ich, trotzdem ist alles erfunden.“ - Axel Ranisch

Besondere Eintrittspreise: 12 € / Ticket normal, 10 € / Ticket ermäßigt (bis 12 Jahre: 9 €). Keine Reservierung möglich!

Text- und Bildquelle: Ullstein Buchverlage GmbH

The Proud Study / PrEP 17

Sonntag, 10. Juni • 15:00 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

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D/GB 2015/2017 · 25/35 Minuten · FSK n/a
Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

REGIE & BUCH: Nicholas Feustel

Durch die vorbeugende Einnahme der HIV-Prä-Expositionsprophylaxe, kurz: PrEP, können sich HIV-negative Menschen vor HIV schützen. Das ist neu – dass es funktioniert, haben viele Studien gezeigt. Aber wie waren solche Studien eigentlich aufgebaut? Was waren die konkreten Ergebnisse? Und wie sieht es im echten Leben aus? Welchen Effekt hat PrEP da? Und wie fühlen sich Leute, die PrEP nehmen? Gemeinsam mit der AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V. zeigen wir ein Doppel-Feature von zwei Videodokumentationen über PrEP:

Zunächst: „The PROUD Study“, eine Videodokumentation über eine Studie aus England, die in 2015 gezeigt hat, dass die tägliche Tabletten-PrEP bei schwulen Männern, die nicht immer Kondome verwenden, zu einem sehr deutlichen Rückgang an HIV-Neuinfektionen geführt hat.

Und Im Anschluss: „PrEP17 – The coming of age of PrEP“, sozusagen die Fortsetzung. Nicholas Feustel widmet sich der Frage: Wie sieht es 2017, zwei Jahre später, in England aus mit PrEP? Dazu hat er PrEP-Benutzer außerhalb der Studie interviewt, sowie PrEP-Aktivisten und -Ärztinnen.

Highlight:
Mit Expertengespräch zum Thema PrEP

Text- und Bildquelle: PrEPster.info

Pushing Dead

Sonntag, 10. Juni • 17:30 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

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* Nürnbergpremiere

USA 2016 · 110 Minuten · FSK 6
Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

REGIE & BUCH: Tom E. Brown
MIT James Roday, Robin Weigert, Danny Glover u. a.

Dan ist mittleren Alters, schwul und seit 22 Jahren HIV-positiv. Er überlebt, weil er den perfekten Umgang mit der Krankheit gefunden hat, der aus täglicher Medikamenteneinnahme, Gesprächen mit seiner Mitbewohnerin im Dauersinglezustand Paula und einem stressfreien Job als Gehilfe des Barbesitzers Bob besteht. Weil Dan als Autor an Schreibblockade leidet, verdient er wenig genug Geld, um staatliche Unterstützung für seine Medikamentenausgaben zu bekommen. Als er aber einen Scheck einlöst, den er von seiner Mutter zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, ist zu viel Geld auf dem Konto: Er fliegt aus der Krankenversicherung und müsste die 3.000 Dollar von nun an jeden Monat selbst zahlen. Dan braucht also schnell mehr Geld, doch auch sein soziales Umfeld beansprucht ihn gerade jetzt sehr. Bob wurde von seiner Frau rausgeworfen, Paula braucht dringend eine neue Dating-Taktik und Dans neue Bekanntschaft Mike ist auch noch verdammt süß...

„Absolut irrwitzig." - The Independent

Seattle LGBT Filmfestival TWIST 2016: Publikumspreis Bester Spielfilm
Calgary Internat. Filmfestival 2016: Beste Neuentdeckung Spielfilm

Text- und Bildquelle: PRO-FUN MEDIA GmbH

Mater

Sonntag, 10. Juni • 20:00 Uhr

Cinecitta' Multiplexkino (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg)

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* Nürnbergpremiere

Argentinien 2017 · 80 Minuten · FSK 12
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

REGIE & BUCH: Pablo D‘Alo Abba
MIT Patricio Aranguren, Marina Bellati, Araceli Dvoskin u. a.

Lena und Celeste lieben sich und wollen unbedingt ein eigenes Kind. Nach gründlichen Überlegungen reift der Plan, sich ins Nachtleben zu stürzen und sich auf die Suche nach dem adäquaten Erzeuger für ihr Baby zu machen – aber wissen soll der von seiner Rolle natürlich nichts! Die Auswahl an potenziellen Kandidaten macht es den beiden Frauen nicht eben leicht, sich zu entscheiden. Doch schließlich fällt ihre Wahl auf Darío, einen gutaussehenden jungen Mann, der immer wieder von der Bar herüber lächelt und einer Nacht mit Celeste nicht abgeneigt zu sein scheint. Aber dass Celestes One-Night-Stand mit dem vermeintlich nichtsahnenden Samenspender dann nicht ganz so läuft wie geplant und Dario mit „handfesten Argumenten“ zur Erfüllung seiner Aufgabe „überredet“ werden muss, konnte nun wirklich niemand ahnen!

Als kurz darauf feststeht, dass Celeste tatsächlich schwanger ist, stellt das nicht nur das Leben der beiden überglücklichen ‚Neu-Mütter‘ gründlich auf den Kopf, sondern auch für Dario: Mit seinem bisherigen Leben unzufrieden und unter seiner überfürsorglichen Mutter leidend, eröffnen sich ihm als Vater schließlich ganz neue Perspektiven…

Text- und Bildquelle: PRO-FUN MEDIA GmbH

Marvin

Montag, 11. Juni • 20:30 Uhr

Casablanca Filmkunsttheater (Brosamerstraße 12, 90459 Nürnberg)

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* Vorpremiere in der Queer-Filmnacht

Frankreich 2017 · 114 Minuten · FSK 12
Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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REGIE: Anne Fontaine · BUCH: Pierre Trividic & Anne Fontaine
MIT Finnegan Oldfield, Grégory Gadebois u. a.

Martin Clement, geboren als Marvin Bijou, ist entkommen. Dem Dorf seiner Kindheit. Der Tyrannei seines Vaters. Der Resignation seiner Mutter. Den Schikanen seiner Geschwister und Mitschüler. Allen, die ihn nicht verstehen wollten, weil er anders war als sie. Aber es gab auch Verbündete. Seine Lehrerin Madame Clement, die ihm die Welt des Theaters zeigte und deren Namen er voll Dankbarkeit annahm. Den Schriftsteller Abel Pinto, der ihn ermutigte, seine Geschichte aufzuschreiben. Und die Schauspielerin Isabelle Huppert, die sein Lebensstück mit ihm auf die Bühne bringen will. Martin ist bereit, für diese Aufführung alles zu riskieren. Sie soll zum endgültigen Zeugnis seiner Neuerfindung werden.

Das authentische Porträt eines schwulen Jungen, der sich von seiner prekären Herkunft befreit und zu einer eigenen künstlerischen Stimme findet, wechselt hin und her zwischen Marvins traumatischer Vergangenheit in der ostfranzösischen Provinz und seiner verheißungsvollen Gegenwart in der Pariser Bohème. Eine berührende Geschichte einer queeren Selbstermächtigung gegen alle sozialen und kulturellen Widerstände.

Internationale Filmfestspiele von Venedig 2017: Queer Lion

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

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Wieso das ganze? Der Hintergrund

Fast 140 Millionen Mal waren die Deutschen 2015 im Kino - fast 20 Millionen Mal öfter als noch ein Jahr zuvor. Die Nürnberger Kinos allein wurden über 2 Millionen mal besucht: Die Faszination des Mediums Films ist ungebrochen, und sein gemeinsames Erleben im Kino noch immer eine Attraktion. Filme erzählen nicht nur Geschichten, sie transportieren Emotionen; sie können unterhalten und informieren, aber auch verstören, zum Nachdenken anregen oder provozieren.

Queeres Leben – queere Filme • Die letzten 20 Jahre waren geprägt von der zunehmenden Sichtbarkeit queerer Lebensentwürfe im Alltag. Dank der zunehmenden rechtlichen Gleichstellung kann queeres Leben heute in großen Teilen Europas und Amerikas so ungezwungen und frei gelebt werden wie nie zuvor. Enstprechend ist auch die Produktion hochwertiger Filmen, die sich mit queerem Leben beschäftigen, in den vergangenen beiden Jahrzehnten auf allen Kontinenten stetig gewachsen. Diese Filme spiegeln als Teil des kulturellen Gedächtnisses unserer Gesellschaft die Herausforderungen und Erfahrungen queerer Lebenswege in all ihren Facetten.

Queere Filme – queere Kinos? • Trotzdem schaffen es nur die wenigsten dieser Produktionen ins reguläre Kino-Programm. In vielen Städten finden jährlich Filmfestivals unterschiedlicher Größenordnung statt. Nürnberg, eine der kinofreudigsten Städte Deutschlands, war davon bisher ausgenommen.

Queeres Kino – queere Kultur • Dabei ist Kino mehr als "nur" Filme schauen. Kino ist ein Erlebnis, eine Attraktion. Queeres Kino präsentiert queeres Leben, kann zum Forum des Austauschs werden: Für die, die die Erfahrungen queeren Lebens selbst gemacht haben und machen; und für jene, die sich einfach nur für diese andere Lebenswelt interessieren.



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