Die Queeren Filmwochen

Im Mai 2013 ist es wieder soweit: Queer Culture Nürnberg e.V. und das Cinecitta' Multiplexkino veranstalten gemeinsam zum dritten Mal Queere Filmwochen in Nürnberg. Vom 2. bis zum 12. Mai wird unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly donnerstags bis sonntags jeweils um 19:30 Uhr ein preisgekrönter Film gezeigt. Außerdem stehen wieder zwei Kurzfilmnächte und erstmals auch zwei Dokumentationen am Sonntagnachmittag auf dem Programm. Dank der Unterstützung der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung gibt es auch dieses Jahr kurze Vorträge und offene Publikumsdiskussiones als Begleitprogramm.

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Der Kartenvorverkauf läuft: Jetzt Tickets kaufen!

Parada

Donnerstag, 02. Mai • 19:30 Uhr

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Serbien/Kroatien/Mazedonien/Slowenien 2011 · 115 Minuten · FSK 12
Deutsche Synchronfassung

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REGIE & BUCH Srdjan Dragojević
MIT Nikola Kojo, Miloš Samolov, Goran Jevtić u.a.

In Serbien ist es nicht weit her mit der Toleranz gegenüber Homosexuellen. Die Mehrheit verhält sich homophob, nur eine Minderheit liberal. In Belgrad soll eine neue „Gay Pride Parade“ stattfinden, nachdem die vorherigen Versuche blutig scheiterten. Schwulen-Aktivist Mirko weiß um die Schwierigkeit des Unterfangens, denn Nationalisten wie Neonazis wetzen bereits die Messer. Doch dann kommt es zu einer ungewöhnlichen Kooperation: Mirkos Freund Radmilo rettet einem Pit Bull das Leben. Dessen Herrchen Limun ist Ex-Gangster und Chef einer Sicherheitsfirma. Er möchte seine Freundin heiraten – da trifft es sich gut, dass Mirko Hochzeiten organisiert. Der Deal lautet: Mirko sorgt für eine gelungene Hochzeit, wenn Limun dafür den Schutz bei der Schwulenparade garantiert. Widerstrebend stimmt der ehemalige Kriminelle zu. Ein Team zu finden, das ihn bei seiner Mission unterstützt, stellt sich aber als gar nicht so einfach heraus...

Der Aufreger der Berlinale 2012 erhielt den Panorama-Publikumspreis und den Leserpreis der Siegessäule. Politisch völlig inkorrekt und dabei rasend komisch!

Bester Spielfilm / Bester männlicher Hauptdarsteller Fipresci-Preis Serbien 2011 · Panorama Publikumspreis / Preis der Ökomenischen Jury – Besondere Erwähnung / "ELSE" Leserpreis der Siegessäule Berlinale 2012

Highlight:
Eröffnung der Queeren Filmwochen mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly

Text- und Bildquelle: Neue Visionen Filmverleih

Sharayet - Eine Liebe in Teheran

Freitag, 03. Mai • 19:30 Uhr

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USA/Frankreich/Iran 2010 · 105 Minuten · FSK 12
Persisches Original mit deutschen Untertiteln

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REGIE & BUCH: Maryam Keshavarz
MIT Nikohl Boosheri, Sarah Kazemy, Reza Sixo Safai u.a.

Nach außen hin passen sich die beiden Schülerinnen Atafeh und Shirin den strengen Vorsätzen des öffentlichen Lebens in Teheran an, doch im Untergrund treffen sie sich mit anderen Jugendlichen auf geheimen Partys, experimentieren mit Sex und Drogen, tanzen zu Technomusik und träumen von einem freieren Leben. Als Atafehs Bruder Mehran nach einem Drogenentzug zurückkehrt und seinen Halt mehr und mehr im religiösen Fundamentalismus findet, wird Atafehs Freiheitsdrang auf eine harte Probe gestellt – umso mehr, als Mehran merkt, dass sie und Shirin mehr als nur gute Freundinnen sind.

Ein einfühlsamer Blick auf die Situation des iranischen Mittelstands, der an einer bewegenden Liebesgeschichte zeigt, dass ein menschenwürdiges selbstbestimmtes Leben im Milieu des religiösen Fundamentalismus nicht zu verwirklichen ist.

Publikumspreis Sundance Film Festival 2010 · Best Performance Paris Lesbian Film Festival 2011 · HBO Outstanding First Narrative Feature Publikumspreis / Outstanding Actress in a Feature Film L.A. Outfest 2011

Vortrag:
"Die Yogyakarta-Prinzipien: Minderheitenschutz durch das Völkerrecht"
von René Mertens Center for the Studies of Discrimination based on Sexual Orientation (CSDSO) der Freien Universität Berlin

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Schwule Kurzfilmnacht

Freitag, 03. Mai • 23:15 Uhr

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Kurzfilme sind aus der queeren Filmgeschichte nicht wegzudenken. Sie widmen sich allen Facetten des Lebens, spitzen zu, verdichten, bringen auf den Punkt. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, witzig und tragisch oder einfach nur alltäglich: Hier ist für jeden was dabei.
Emotion pur, komprimiert auf wenige Minuten. Gezeigt wird eine Auswahl der besten Beiträge zur erfolgreichen Gay-Shorts-Reihe der Edition Salzgeber, darunter zahlreiche preisgekrönte und internationale Produktionen. Starke Geschichten, überraschende Wendungen, verrückte Pointen und die nachdenklichen Momente dazwischen lassen keine Langeweile aufkommen und beweisen, wie großartig Kurzfilme sein können. Dass Erotik dabei nicht fehlen darf, versteht sich von selbst.

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

eCupid

Samstag, 04. Mai • 19:30 Uhr

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USA 2011 · 96 Minuten · FSK 16 · Englisches Original mit deutschen Untertiteln

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REGIE & BUCH J.C. Calciano
MIT Houston Rhines, Noah Schuffman, Andy Anderson u.a.

Frustriert über das fehlende Prickeln in seinem Leben, lädt der gut aussehende Marshall eine vielversprechende App namens „eCupid“ auf seinen Rechner, ohne deren Vertragsbedingungen zu würdigen. Der umgehende Absturz seines Computers beschert dem nach ein bisschen Abenteuer suchenden Endzwanziger viel mehr als erhofft. Plötzlich ergießt sich ein wahrer Schwall sexhungriger Jungs aus jeder Ecke seines Daseins.

J.C. Calcianos mehrfach ausgezeichnete, witzig-romantische Liebeskomödie verpasst den Zeiten von hemmungslosem Social Networking und freizügigen Smartphone-Applikationen den nötigen, herzerwärmenden Touch. Ein augenblicklicher Klassiker des New Queer Cinema und eine wundervolle Geschichte für all jene, die noch an die wahre Liebe glauben.

Vortrag:
"Download Liebe? Lust & Frust beim Onlinedating"
von Christian Scheuß Kulturredakteur des schwul-lesbischen Onlinemagazins Queer.de, Köln

Text- und Bildquelle: PRO-FUN MEDIA GmbH

Detlef - 60 Jahre schwul

Sonntag, 05. Mai • 13:30 Uhr

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Deutschland 2012 · 90 Minuten · FSK 16 · Deutsche Originalfassung

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IDEE/REDAKTION Jan Rothstein und Stefan Westerwelle
REGIE Stefan Westerwelle und Jan Rothstein
MIT Detlef Stoffel u.a.

In den siebziger Jahren war der Bielefelder Detlef Stoffel einer der Pioniere der deutschen Schwulenbewegung. Er wollte lieber die Gesellschaft verändern, als sich dem Mainstream anzupassen. 1972 gründete er die „Initiativgruppe Homosexualität Bielefeld“ (kurz IHB), diskutierte offen und mutig in den Fußgängerzonen mit Passanten und wurde damit zu einem der führenden Aktivisten der bundesrepublikanischen Schwulenbewegung – zu einer Zeit, als §175“ noch in Kraft war. Er eröffnete einen schwulen Bioladen und versuchte, gegen widrige Bedingungen in der breiten Öffentlichkeit Aufklärungsarbeit zu leisten. Heute ist Detlef auf seine Weise in der Gesellschaft angekommen, ohne allerdings seine Streitbarkeit eingebüßt zu haben.

Der Film lässt parallel zur Biographie Detlefs in Archivaufnahmen die Geschichte der Schwulenbewegung Revue passieren und verknüpft so die private Lebensgeschichte mit den großen gesellschaftlichen Themen.

Besondere Erwähnung 27. GLBT Filmfest Turin

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Freier Fall

Sonntag, 05. Mai • 19:30 Uhr

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Deutschland 2013 · 100 Minuten · FSK 12 · Deutsche Originalfassung

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REGIE Stephan Lacant
BUCH Stephan Lacant und Karsten Dahlem
MIT Hanno Koffler, Max Riemelt, Katharina Schüttler u.a.

Karriereaussichten bei der Bereitschaftspolizei, Nachwuchs unterwegs, die Doppelhaushälfte von den Eltern vorfinanziert: Marcs Leben ist gut eingerichtet. Doch dann lernt er bei einer Fortbildung den Kollegen Kay kennen. Beim gemeinsamen Lauftraining lernt Marc ein neues Gefühl von Leichtigkeit kennen – und wie es ist, Gefühle für einen Mann zu entwickeln. Hin- und hergerissen zwischen der ihm vertrauten Welt und dem Rausch der neuen Erfahrung gerät ihm sein Leben zusehends außer Kontrolle. Im freien Fall kann Marc es niemandem mehr recht machen. Am wenigsten sich selbst.

FREIER FALL ist junges, kraftvolles Kino aus Deutschland. Ohne zu werten oder seine Figuren zu verurteilen, erzählt Stephan Lacant das Drama eines Mannes, der aus seiner überschaubaren Welt fällt. Die fulminanten schauspielerischen Leistungen vermitteln auf emotionale Weise, was es heißt, wenn Lebensentwürfe zu Bruch gehen und es keinen Weg mehr gibt, den Menschen, die man liebt, gerecht zu werden.

Vortrag:
"Homosexualität bei der Polizei"
von Johannes Träumer stellvertretender Vorsitzender des Verbands lesbischer & schwuler Polizeibediensteter (VelsPol) Bayern e.V.

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Liebe in der Luft

Donnerstag, 09. Mai • 19:30 Uhr

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USA 2011 · 101 Minuten · FSK 16 · Englisches Original mit deutschen Untertiteln

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REGIE Jay Arnold
BUCH Jay Arnold und Thom Cardwell
MIT Jon Lindstrom, Chris Murrah, Wendie Malick u.a.

Nach dem Verkauf seiner Firma hat der wohlhabende Geschäftsmann Paul Greco Zeit und Geld im Überfluss. Doch wie wird der attraktive Junggeselle fortan die Tage füllen? Seine übergriffige Schwester ist fest entschlossen, ihn endlich unter die Haube zu bringen und zwar mit einer Frau ihrer Wahl. Sie macht sich Sorgen um ihn, da sie nicht möchte, dass er alleine alt wird. Damit Paul lernt wie es ist, für ein anderes Wesen da zu sein, besorgt sie ihm spontan einen kleinen Hund. Und tatsächlich trägt ihr Plan sogar Früchte, wenn auch nicht so wie sie sich das vorgestellt hat: Beim Gassigang im Park lernt Paul den jungen Andy kennen, der in der Werbebranche arbeitet. Die beiden freunden sich an und bald stellt sich heraus, dass Andy offen schwul lebt. Nach und nach werden alle Gewissheiten, die Paul jemals über sich zu haben glaubte, über den Haufen geworfen. Es liegt Liebe in der Luft!

Text- und Bildquelle: Bildkraft

Lose Your Head

Freitag, 10. Mai • 19:30 Uhr

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Deutschland 2013 · 105 Minuten · FSK 16
Deutsch/englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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REGIE Stefan Westerwelle und Patrick Schuckmann
BUCH Patrick Schuckmann
MIT Fernando Tielve, Marko Mandić, Sesede Terziyan u.a.

Luis fliegt von Spanien nach Berlin, um ein unbeschwertes Partywochenende zu verbringen. Er experimentiert mit Drogen und zufälligen Begegnungen – und begegnet Viktor, einem geheimnisvollen Mann, der eine faszinierend beunruhigende Anziehung auf ihn hat. Luis unterwirft sich dem Fremden mit vertrauender Leidenschaft. Kurz darauf wird er mit Dimitri verwechselt, Viktors Ex-Freund, der spurlos verschwunden ist. Auch Viktor hat keine Erklärung dafür. Luis kämpft gegen seine wachsenden Zweifel und lässt sich von Viktor in einem unberechenbaren Kräftefeld aus Kontrolle und Hingabe immer weiter gefangen nehmen. Er gerät in einen Sog rätselhafter Spuren und Gefahren. Die Realität scheint bald nur noch Illusion.

LOSE YOUR HEAD ist inspiriert von der wahren Geschichte eines jungen Portugiesen, der nach einer Nacht im Berghain spurlos verschwand. Im Film verdichten sich wuchtige Trancebilder aus einem multinationalen schlaflosen Berlin zu einem elektrisierenden Fieberwachtraumtrip, der ein unstillbares Verlangen evoziert.

Highlight:
Vorführung mit Regisseur und Drehbuchautor Patrick Schuckmann

Text- und Bildquelle: PRO-FUN MEDIA GmbH

Lesbische Kurzfilmnacht

Freitag, 10. Mai • 23:15 Uhr

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Kurzfilme sind aus der queeren Filmgeschichte nicht wegzudenken. Sie widmen sich allen Facetten des Lebens, spitzen zu, verdichten, bringen auf den Punkt. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, witzig und tragisch oder einfach nur alltäglich: Hier ist für jeden was dabei.
Emotion pur, komprimiert auf wenige Minuten. Gezeigt wird eine Auswahl der besten Beiträge zur erfolgreichen L-Shorts-Reihe der Edition Salzgeber, darunter zahlreiche preisgekrönte und internationale Produktionen. Starke Geschichten, überraschende Wendungen, verrückte Pointen und die nachdenklichen Momente dazwischen lassen keine Langeweile aufkommen und beweisen, wie großartig Kurzfi lme sein können. Dass Erotik dabei nicht fehlen darf, versteht sich von selbst.

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Leave it on the Floor

Samstag, 11. Mai • 19:30 Uhr

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USA 2011 · 109 Minuten · FSK 16 · Englisches Original mit deutschen Untertiteln

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REGIE Sheldon Larry
BUCH Glenn Gaylord
MIT Ephraim Sykes, Miss Barbie-Q, Phillip Evelyn u.a.

Brad lebt mit seiner egozentrischen Mutter in einer Kleinstadt in der Nähe von Los Angeles. Als sie herausfindet, dass ihr Sohn schwul ist, wirft sie ihn kurzerhand aus dem Haus. Brad macht sich auf in die große Stadt und landet im Zentrum einer fremden Welt, die ihm schnell zu einem neuen Zuhause wird: die Ballroom-Szene mit ihren Wahlfamilien aus Drag Kings & Queens, Freaks und Ausgestoßenen, die sich nachts an geheimen Orten große Wettbewerbe mit anderen „Häusern“ liefern. Brad wird vom alternden Ballroom-Star Kweef Latina unter ihre Fittiche und in ihr „House of Eminence“ aufgenommen. Doch sowohl der sensible Carter wie auch die flamboyante Princess verlieben sich heftig in das neue „Familienmitglied“.

Vor Energie übersprühendes Spielfilmmusical das zeigt, wie lebendig die Ball-Subkultur der US-amerikanischen Großstädte ist – und wie wichtig für die vielen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung von ihren verständnislosen Familien verstoßenen Jugendlichen, die in ihr eine neue Heimat finden.

Vortrag:
"Regenbogenbälle und Equality-Turniere"
von Jörg Völlger Leiter der Tanzabteilung des schwul-lesbischen Sportvereins Rosa Panther Nürnberg e.V.

Text- und Bildquelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

König des Comics - Ralf König

Sonntag, 12. Mai • 13:30 Uhr

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Deutschland 2012 · 80 Minuten · FSK 16 · Deutsche Originalfassung

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REGIE & BUCH Rosa von Praunheim REDATION Ann-Christin Hornberger

Ralf König ist einer der erfolgreichsten Comiczeichner Deutschlands. Er hat es geschafft, als Chronist des schwulen Alltags auch ein großes heterosexuelles Publikum zu begeistern. Schamlos zeichnet er schwulen Sex in allen Variationen, zeigt mit viel Humor schwule Klischees, um sie im selben Moment durch satirische Überzeichnung zu widerlegen. Der Film zeigt seinen Lebensweg: Er wuchs in einem kleinen Dorf in Westfalen auf, machte eine Tischlerlehre und begann schon früh zu zeichnen. In Dortmund trat er in der Szene als Elvira Brunftschrei auf und schuf Bücher wie „Der bewegte Mann“, „Lysistrata“ und „Das Kondom des Grauens“, die ihn international berühmt machten. In Köln genoss er alle sexuellen Freiheiten, die er dann in seinen Comics verarbeitete, zum Beispiel in seinem Buch „Bullenklöten“, welches die bayerische Staatsanwaltschaft auf den Plan rief. Persönlich still und bescheiden, lässt er in seinen Comics die Sau raus. Neben Walter Moers und Brösel gehört er zu den berühmtesten Comiczeichnern Deutschlands.

Text- und Bildquelle: Basis-Film Verleih GmbH

Die geheimen Tagebücher der Anne Lister

Sonntag, 12. Mai • 19:30 Uhr

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Großbritannien 2010 · 91 Minuten · FSK 12 · Deutsche Synchronfassung

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REGIE James Kent
BUCH Jane English
MIT Maxine Peake, Anna Madeley, Susan Lynch u.a.

In ihren geheimen Tagebüchern gibt sie sich als moderne, aufgeschlossene Lady zu erkennen, die aus ihrer Liebe für Frauen keinen Hehl macht: Miss Anne Lister (1791–1840). Anne Lister lebte in einer Zeit, in der eine offene gleichgeschlechtliche Beziehung nicht einmal ansatzweise denkbar war - und doch wollte sie nichts anderes. Die Grundbesitzerin aus Yorkshire verweigerte sich einer Vernunftehe und suchte stattdessen nach einer weiblichen Gefährtin. Vor der Öffentlichkeit musste sie ihre Lebensweise verbergen – anvertrauen konnte sie sich nur ihrem Tagebuch, das sie mit einem Geheimcode verschlüsselte.

Fast zwei Jahrhunderte dauerte es, ehe der Code geknackt und ihre gut geschützten Aufzeichnungen veröffentlicht werden konnten. Nun sind die intim-geheimen Tagebücher Grundlage für ein fesselndes Drama, das nicht nur von der britischen Presse hoch gelobt wurde.

Vortrag:
"Tagebuchschreiben und Identität - zur Geschichte des Lesbischseins in der Moderne"
von Prof. Dr. Julia Obertreis Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Text- und Bildquelle: polyband Medien GmbH

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Wieso das ganze? Der Hintergrund

Fast 150 Millionen Mal waren die Deutschen 2009 im Kino - fast 20 Millionen Mal öfter als noch ein Jahr zuvor. Die Nürnberger Kinos allein wurden über 2 Millionen mal besucht: Die Faszination des Mediums Films ist ungebrochen, und sein gemeinsames Erleben im Kino noch immer eine Attraktion. Filme erzählen nicht nur Geschichten, sie transportieren Emotionen; sie können unterhalten und informieren, aber auch verstören, zum Nachdenken anregen oder provozieren.

Queeres Leben – queere Filme • Die letzten 20 Jahre waren geprägt von der zunehmenden Sichtbarkeit queerer Lebensentwürfe im Alltag. Dank der zunehmenden rechtlichen Gleichstellung kann queeres Leben heute in großen Teilen Europas und Amerikas so ungezwungen und frei gelebt werden wie nie zuvor. Enstprechend ist auch die Produktion hochwertiger Filmen, die sich mit queerem Leben beschäftigen, in den vergangenen beiden Jahrzehnten auf allen Kontinenten stetig gewachsen. Diese Filme spiegeln als Teil des kulturellen Gedächtnisses unserer Gesellschaft die Herausforderungen und Erfahrungen queerer Lebenswege in all ihren Facetten.

Queere Filme – queere Kinos? • Trotzdem schaffen es nur die wenigsten dieser Produktionen ins reguläre Kino-Programm. In vielen Städten finden jährlich Filmfestivals unterschiedlicher Größenordnung statt. Nürnberg, eine der kinofreudigsten Städte Deutschlands, war davon bisher ausgenommen.

Queeres Kino – queere Kultur • Dabei ist Kino mehr als "nur" Filme schauen. Kino ist ein Erlebnis, eine Attraktion. Queeres Kino präsentiert queeres Leben, kann zum Forum des Austauschs werden: Für die, die die Erfahrungen queeren Lebens selbst gemacht haben und machen; und für jene, die sich einfach nur für diese andere Lebenswelt interessieren.
Queer Culture Nürnberg möchte deshalb die Queeren Filmwochen nutzen, um verschiedene Aspekte queeren Lebens intensiver zu beleuchten: Jedem Film soll deshalb ein einführender Vortrag voran- und eine Diskussion hintangestellt werden, die ein zentrales Thema des gezeigten Filmes aufgreifen und vertiefen. So soll eine weitergehende Auseinandersetzungmit bestimmten Bereichen queeren Lebens innerhalb und außerhalb der "Szene" angestoßen werden.



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